04.12.2015

Tipps für die richtige Auswahl von Prüfplaketten

Egal ob Kaffeeautomaten, Leitern oder Werkstattmaschinen – Prüfungen von ortsfesten und ortsveränderlichen Betriebsmitteln und Anlagen sind immer wiederkehrende Ereignisse für Unternehmer. Doch welche Prüfplakette ist die Richtige? Warum wird auf einigen Prüfplaketten der Termin der letzten Prüfung ausgewiesen und auf anderen wiederum der nächste Prüftermin? Inwiefern unterscheiden sich die verschiedenen Materialarten voneinander?

 
Die Mehrheit der Gesetze, Vorschriften oder Verordnungen beinhaltet Angaben zu Prüfpflichten. Eine Grundlage dazu bildet die BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung). Diese verpflichtet Arbeitgeber in § 10 zur regelmäßigen Überprüfung der Funktionstüchtigkeit und Sicherheit der Arbeitsmittel. Die regelmäßigen Intervalle dieser Prüfungen sind von der durchgeführten Gefährdungsbeurteilung abhängig. Arbeitsmittel sind außerdem nach besonderen Ereignissen wie Änderungen oder Unfällen prüfpflichtig. Die Prüffristen und Prüfverfahren unterscheiden sich in Abhängigkeit von den Risiken, die von den einzelnen Maschinen hervorgehen. Gleichzeitig gibt es spezielle Vorschriften und Normen für bestimmte Betriebsmittel, wie beispielsweise die DIN EN 15635 für regelmäßige Kontrollen von Regalen und Regalsystemen oder die DGUV Information 208-016 für Prüfungen von Leitern und Tritten.

 
Die BetrSichV schreibt vor, alle durchgeführten Prüfungen mit ihren Ergebnissen festzuhalten, aufzubewahren und unter Umständen auch vor Ort zur Verfügung stellen zu können. Dadurch kann der Betreiber im Schadensfall nachweisen, dass er seine Verpflichtung hinsichtlich der Sicherheitsprüfung erfüllt hat. Die Prüfplaketten sind ein geeignetes Dokumentationsmittel, um Termine ständig im Blick zu behalten, weil sie direkt an den geprüften Arbeitsmitteln angebracht werden. Durch die Anbringung von Prüfplaketten ist auch für die Mitarbeiter sofort ersichtlich, ob das jeweilige Arbeitsmittel sicherheitstechnisch geprüft wurde. Dadurch wird die Nutzung fehlerhafter Betriebsmittel verhindert.

 
Es gibt eine Vielzahl von Wartungsaufklebern in verschiedenen Folien-Ausführungen mit unterschiedlichen Inhalten. Deshalb stehen unsere Kunden vielmals vor der Schwierigkeit, eine geeignete Prüfplakette für ihren Betrieb auszusuchen. Wir haben 2 der häufigsten Fragen bezüglich der richtigen Auswahl von Prüfplaketten zusammengefasst.

 

1. Wie soll die Prüfplakette aussehen?

 
Feste Regeln, wie Prüfplaketten allgemein auszusehen haben und wie sie zu beschriften sind, gibt es nicht. Der Nutzer entscheidet selbst, ob er die Kennzeichnung des nächsten Prüftermins oder den Termin der letzten Prüfung (ggf. eine kombinierte Variante) ausweisen möchte. Außerdem kann er selbst entscheiden, ob zusätzlich die angewendete Vorschrift auf der Prüfplakette vorhanden sein soll, z.B. geprüft nach DGUV Vorschrift 3. Eine weitere mögliche Angabe ist auch das zu prüfende Betriebsmittel selbst, z.B. Feuerlöscher geprüft.

 
Seit der neuen Betriebssicherheitsverordnung (2015) besteht beispielsweise für Aufzugsanlagen eine Ausnahme. Bei diesen existiert eine Prüfplakettenpflicht, wobei die zu vermittelnden Informationen festgelegt sind. Weitere Informationen dazu finden Sie im folgenden Beitrag: NEU nach aktueller BetrSichV – Prüfplaketten in Aufzügen Pflicht.

 
Bei der Auswahl der Prüfplaketten sollte auf ein einheitliches Erscheinungsbild und Übersichtlichkeit Wert gelegt werden. Dadurch wird das Risiko, Termine zu verpassen, minimiert. Um einen Überblick über die einzelnen Prüftermine zu behalten,  hat es sich in der Praxis bewährt, Prüfplaketten in unterschiedlichen Jahresfarben anzubieten. Dadurch ist auf einen Blick erkennbar, in welchem Jahr der Prüftermin erfolgen muss. Die Jahresfarben sind nach dem Anfangsjahr der Prüfplakette bestimmt. Die Farben sind ebenfalls nicht fest vorgeschrieben, jeder Prüfplaketten-Hersteller hat seine eigene Jahresfarben-Ordnung eingeführt. Üblich sind 7 verschiedene Jahresfarben (siehe Abb. 1).

 

Abb. 1 – Jahresfarben der brewes GmbH

 
Sollten Sie im breiten Angebot von standardmäßigen Prüfplaketten keine Geeignete finden, können Sie auf Prüfplaketten mit variablen Beschriftungsfeldern (Beschriftung mit wasserfesten Folienstift) zurückgreifen, z.B. für eine spezielle Vorschrift oder den Namen des Prüfenden. Außerdem können kundenspezifische und komplett individuelle Prüfplaketten mit Wunschbeschriftung oder -aufdruck produziert werden, z.B. Firmenlogo.

 

Abb. 2 – Prüfplaketten universell, mit variablem Feld und mit Wunschbeschriftung

 

2. Welche Folie eignet sich für Prüfplaketten am besten?

 
Prüfplaketten sollten langfristig auf vielfältigen Verklebeuntergründen haften sowie UV-beständig und wetterfest sein. Diesen Anforderungen entsprechen Prüfplaketten aus Vinylfolie mit Acryl- oder Kautschukklebstoffen, die eine langfristige Haftung auf verschiedenen Untergründen gewährleisten. Die Vinylfolien (PVC) sind weich und passen sich ihrem Untergrund sehr gut an. Dadurch können sie ohne Rückstellverhalten über Kanten verklebt oder auf unebenen und gekrümmten Oberflächen angebracht werden. Eine bessere Haltbarkeit wird den Prüfplaketten auch durch das Siebdruck-Verfahren verliehen.

 
Papier als Prüfplaketten-Material ist auch im Innenbereich ungeeignet. Die Prüfetiketten können sich durch Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Luft selbstständig vom Untergrund lösen.

 
Die brewes GmbH verfügt über eine breite Skala von Selbstklebefolien, die für verschiedenste Einsatzmöglichkeiten geeignet sind.

  • Standardfolien aus Vinyl haben eine gute Klebkraft, sind außenbeständig und kratzfest. Ihre Oberfläche ist gegen Öl und verschiedene Chemikalien beständig.
  • Dokumentenfolie (manipulationssichere Folie) schützt vor unzulässigen Manipulationen der Prüfplaketten und lässt sich nur durch Zerstören entfernen. Dadurch wird vermieden, dass die Prüfplaketten auf ungeprüfte Geräte übertragen werden. Ebenso wie die Standardfolie ist die Dokumentenfolie gegen Öl und verschiedene Chemikalien beständig sowie kratz- und wetterfest.
  • Manipulationssicher ist auch die multifunktionale Folie mit Oberflächenschutz. Diese ist auch beständig gegen aggressive Chemikalien, wie starke Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie viele andere chemische Mittel, die normalerweise die Oberfläche der Prüfplaketten beschädigen würden. Der Einsatz der multifunktionalen Folie eignet sich beispielsweise für Labore und Krankenhäuser, wo auf Grund hoher hygienischer Anforderungen zum Teil starke Reinigungs- und Desinfektionsmittel zum Einsatz kommen.

Bei der Auswahl der Prüfplaketten sollte schon im Voraus bedacht werden, wo diese später verklebt werden. Nur so kann eine Prüfkennzeichnung gewährleistet werden, die langfristig hält.

 

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