23.04.2014

So verbessern Sie die Klebkraft Ihrer Prüfplaketten – Teil 2

Der zweite Teil der Tipps und Tricks zur optimalen Haltbarkeit von Prüfplaketten befasst sich mit Schutzlaminaten und Andruckrollen. Prüfplaketten kommen nicht nur in der Automobilindustrie, sondern auch in vielen anderen Bereichen, wie Verwaltung, Produktion, Handel und der Elektroindustrie zum Einsatz.  Sie werden nach einer erfolgreich durchgeführten Prüfung angebracht und zeigen an, wann die nächste Kontrolle fällig ist. Überprüft werden müssen vor allem Geräte, die bei Funktionsstörungen ein Sicherheitsrisiko darstellen. Dazu gehören neben großen Maschinen, wie beispielsweise Flurförderzeugen und Hubgeräten auch alle kleinen elektrischen Einrichtungen im Büroalltag. Da der sichere Zustand eines Arbeitsmittels durch Prüfplaketten symbolisiert wird, ist deren Klebkraft und Haltbarkeit von besonders großer Wichtigkeit.

 
Schutzlaminate für Prüfplaketten

 
Schutzlaminat dient zur einseitigen oder beidseitigen Kaschierung eines Materials. Ziel ist es, das mit Folie überzogene Objekt vor äußeren Einflüssen und somit vorzeitigem Verschleiß zu schützen. Weder Feuchtigkeit noch Schmutz können so das Material angreifen. Auch hohe Hygienevorschriften können durch das Laminieren von Materialien eingehalten werden.

 
Beim Laminieren von Prüfplaketten wird die Schutzfolie einseitig aufgebracht. Grundsätzlich ist nicht davon auszugehen, dass Prüfplaketten immer nur fernab von äußeren Einflüssen, in einer durchschnittlich temperierten und trockenen Umgebung angebracht werden können. Oftmals greifen die Umgebungsbedingungen die Klebkraft und Haltbarkeit von Aufklebern an. Damit die Plakette trotz Reinigungsmitteln, Schmutz, Chemikalien und Temperaturschwankungen haften bleibt, ist in extremen Umgebungen ein Schutzlaminat empfehlenswert. Dieses sollte stets einen ca. 5 mm größeren Umfang haben als die Plakette selbst. Auf diese Weise kann das Laminat schnell und flächendeckend über die Prüfplakette geklebt werden und auch die Kanten sind vor Einflüssen geschützt.

 
Schutzlaminat für Prüfplaketten und Inventaretiketten bewahrt das Material nicht nur vor leichten Verschmutzungen sondern im Speziellen auch vor folgenden, schwerwiegenden Einflüssen:

  • Feuchtigkeit: Wasser, destilliertes Wasser, Meerwasser
  • Lösemittel: Alkohol, alphatische Lösemittel, Schmierstoffe, Öle, Fette, Motoröle, Heptan, Kerosin, JP-4-Treibstoff
  • Chemikalien: schwachen Basen und Säuren, aggressive Reinigungsmittel z.B. in Lackiererei, Industriebetriebe, Petrolindustrie
  • Starke mechanische Einflüsse: Schleifarbeiten, Sandstrahlarbeiten, rotierende Teile im Außenbereich, Zerkratzen

Außerdem sollten Schutzlaminate in Betrieben mit besonders hohen hygienischen Anforderungen eingesetzt werden. Beispielsweise in Laboratorien und Krankenhäusern werden starke Reinigungsmittel verwendet. Diese können Prüfplaketten ohne Schutzlaminat angreifen und so zu Verschleißerscheinungen führen. In der Lebensmittelindustrie dürfen sich Plaketten nicht nach einer gewissen Zeit einfach ablösen und wohlmöglich in den Produktionsprozess geraten. Schutzlaminate verhindern solche Vorkommnisse.

 
Oftmals werden Prüfplaketten auch mit einem Foliestift individuell beschriftet. Diese Handbeschriftungen und auch der Aufdruck selbst müssen jederzeit lesbar bleiben und dürfen nicht verblassen oder gar nicht mehr erkennbar sein. Das Schutzlaminat sorgt nicht nur dafür, dass der Aufdruck erhalten bleibt. Die glänzende, transparente Folie verstärkt zusätzlich noch die Wirkung der Druckfarben.

 
Die Schutzfolie für Prüfplaketten und Inventaretiketten besteht also aus transparenter, glänzender PVC-Folie. Die Gebrauchstemperatur des Laminats liegt bei -20°C bis +70°C. Verklebt werden sollte die Folie bei einer Mindesttemperatur von +5°C. Der Klebstoff ist ein permanenter Hochleistungs-Acrylkleber auf Emulsionsbasis mit einer starken Haftkraft. Bei der Verklebung von Schutzlaminat auf Sicherheitsfolie bzw. Dokumentenfolie bleibt der manipulationssichere Zustand der Prüfplakette erhalten.

 
Andruckrolle zur Anbringung von Prüfplaketten

 
Zur Verklebung von Prüfplaketten gibt es ein weiteres sehr nützliches Hilfsmittel zur Verbesserung der Haftfähigkeit. Mit Hilfe von Andruckrollen können Prüfplaketten und Inventaretiketten gleichmäßig und ohne Luftbläschen aufgepresst werden. Dabei muss die Plakette nicht berührt werden, so dass kein schädlicher, mechanischer Einfluss auf die Folie und den Aufdruck wirkt. Durch die minimierte Berührung beim Aufbringen wird auch vermieden, dass sich der Klebstoff verteilt und die Plakette verschmutzt oder gar beschädigt wird. Die Andruckrolle besteht aus einer Walze aus Hartgummi und hat eine Breite von 45 mm.

 
Tipps für fehlerfreie Verklebung

 
Die Klebkraft und Haltbarkeit von Prüfplaketten kann schon bei der Anbringung negativ beeinflusst werden. Folgende Tipps sollten beachtet werden, um die ideale Haftbarkeit zu erreichen:

  • Wenn möglich, vor Verklebung des Aufklebers, Untergrund mit Verklebematerial testen; nicht jeder Untergrund harmoniert mit jedem Klebstoff
  • Klebeoberfläche gründlich reinigen und von Schmutz, Staub, Fett, Trennmittelrückständen befreien
  • Wenn möglich, Aufkleber nicht auf oxidierten Untergrund kleben
  • Klebstoffart entsprechend dem Untergrund wählen: auf Materialien mit niedriger Oberflächenspannung wie Polyethylen oder Polypropylen beispielweise haften Kautschukkleber besser als Acylatkleber
  • Form und Größe vom Untergrund auf Klebefolie anpassen; für unebene, gekrümmte oder besonders kleine Untergründe sollten flexible Selbstklebefolien angewendet werden
  • Verklebe-Temperaturbereich beachten

Schutzlaminat und Andruckrolle

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