12.12.2013

Prüfung von Feuerlöschern nach DIN 14406-4

Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit und besonders um Weihnachten herum, wollen sich viele Licht und Gemütlichkeit in Form von Kerzen nach Hause oder ins Büro holen. In vielen Firmen sind offenes Licht und Feuer wegen der erhöhten Brandgefahr bereits verboten. Da Kerzen natürlich nicht die einzigen Auslöser von ungewollten Bränden sein können, sind in Betrieben Feuerlöscher vorgeschrieben. Auch für Privathaushalte sind Brandbekämpfungsmittel wie Rauchmelder und Feuerlöscher empfohlen.

 
Löschgeräte haben den einfachen Zweck, Schlimmeres zu verhindern. Sie dienen zur Bekämpfung von Klein- und Entstehungsbränden und können von Personen ohne eine spezielle Ausbildung benutzt werden. Brände haben meist verheerende Auswirkungen sowohl in Bezug auf Menschenleben als auch auf Sachschäden. Ein Brand dagegen, der durch den Einsatz eines Feuerlöschers im Keim erstickt wird, hat weitaus weniger negative Folgen.

 

Aufbau und Anbringung von Feuerlöschern

 
Das Gesamtgewicht eines Feuerlöschers darf nicht mehr als 20 kg betragen. Da Brände sich sehr schnell ausbreiten, ist oft ein schneller Einsatz des Löschgerätes gefragt. Aus diesem Grund müssen sie schnell erreichbar und leicht zu handhaben sein. Die in der Arbeitsstättenverordnung (ASR) A2.2 vorgeschriebene Montagehöhe liegt zwischen 0,80 m und 1,20 m. Die Feuerlöscher sollten durch eine gut sichtbare Kennzeichnung, beispielsweise durch das Brandschutzzeichen „Feuerlöscher“ nach ASR A1.3 oder ISO 7010, für jeden Mitarbeiter sofort auffindbar sein. Feuerlöscher dürfen nicht durch Erschütterungen, Witterungsbedingungen oder andere äußere Einflüsse beeinträchtigt werden.

 
Feuerlöscher können verschiedene Löschmittel enthalten. Zu den gängigen Stoffen gehören nicht brennbare Gase, Wasser oder wässrige Lösungen, Löschpulver oder Schaum.

 
Arten von Feuerlöschern

 

Es gibt unterschiedliche Arten von Feuerlöschern. Einige davon werden mittlerweile nicht mehr herstellt. Die beiden meist genutzten Löschertypen sind der Aufladelöscher und der Dauerdrucklöscher.

 

Aufladelöscher bestehen aus zwei Hauptkomponenten, dem Löschmittelbehälter und dem Treibgasbehälter. Diese sind separat in zwei Kammern untergebracht. Dabei kann die Treibgasflasche sowohl außerhalb oder innerhalb des Löschmittelbehälters angebracht sein. Kommt das Gerät zum Einsatz, wird eine Verbindung zwischen den Behältern hergestellt. Über ein geöffnetes Ventil strömt dann beispielsweise Druckgas in den Löschmittelbehälter und setzt diesen unter Druck. Mit dem Schritt ist der Feuerlöscher aufgeladen und kann zur Löschung eines Brandes benutzt werden. Aufladelöscher gibt es mit verschiedenen Löschmitteln, wie zum Beispiel Schaum, Wasser oder Pulver. In der Anschaffung sind Aufladelöscher teurer als Dauerdrucklöscher. Die regelmäßige Prüfung und Wartung ist allerdings bei der Auflade-Variante kostengünstiger. Ein weiterer Faktor, der für diesen Feuerlöscher spricht ist die erhöhte Sicherheit, da das Löschgerät nur bei Bedarf unter Druck gesetzt wird.

 

Der Dauerdrucklöscher, auch Permanentlöscher genannt, besteht dagegen nur aus einem Druckbehälter, in dem sich sowohl das Löschmittel als auch Treibgas befindet. Dadurch steht der Feuerlöscher unter einem permanenten Druck. In Betrieb genommen werden Dauerdrucklöscher durch einen Auslöser, beispielsweise ein Ventil. Bei Betätigung wird das Löschmittel durch den bestehenden Druck in das Steigrohr, dann den Löschschlauch und schließlich durch die Löschdüse nach draußen befördert. Die Dauerdruck-Feuerlöscher sind im Vergleich zu Aufladelöschern die preisgünstigere Variante, da der technische Aufwand geringer ist. Weil der Löschmittelbehälter ständig unter Druck steht, zählt der Dauerdrucklöscher unter das Druckbehältergesetz und muss dementsprechend geprüft, gewartet und Instand gehalten werden. Durch den permanenten Druck besteht weiterhin ein erhöhtes Sicherheitsrisiko im Umgang und der Lagerung des Löschgerätes. Außerdem können schon geringfügige Undichtigkeiten dazu führen, dass der Feuerlöscher unbemerkt funktionsunfähig wird. Das Öffnen, Schließen und der Druckaufbau ist bei Dauerdrucklöschern aufwendiger als bei Aufladelöschern. Dauerdrucklöscher enthalten als Löschmittel ebenfalls Wasser, Schaum oder Pulver.

 

Normen und Vorschriften

 
Löschgeräte stehen im direkten Zusammenhang mit der Bereitstellung von Hilfe und Sicherheit in Notfallsituationen. Gegenstände aus dieser Kategorie müssen stets einsatzbereit und funktionsfähig sein. Aufgrund ihrer Wichtigkeit unterliegen Feuerlöscher, vor allem im gewerblichen Bereich, zahlreichen Normen und Vorschriften:

  • Arbeitsstättenverordnung ASR A 2.2  – Maßnahmen gegen Brände
  • DIN EN 3 – Tragbare Feuerlöscher
  • DIN 14406 TeiI 4 – Tragbare Feuerlöscher: Instandhaltung
  • Nach § 32 Technische Regeln zur Druckbehälterverordnung – TRB 502 Sachkundiger
  • TRB 802 Druckbehälter, Druckbehälter nach Anhang II zu § 12 DruckbehV
  • Unfallverhütungsvorschrift VBG 1 – Allgemeine Vorschriften

Für die Instandhaltung und die Sicherstellung des funktionsfähigen und sicheren Zustands von Löschgeräten gilt vor allem die DIN 14406 Teil 4. DIN-Normen bilden im Normalfall einen Maßstab für einwandfreies technisches Verhalten, können aber auch verbindlich werden, wenn in Verordnungen und Gesetzen Bezug auf sie genommen wird. So ist es auch bei der DIN 14406 Teil 4. Sie wurde im Laufe der Jahre in unzähligen Gerichtsurteilen und Vorschriften zu Rate gezogen und angewendet, weshalb die DIN 14406-4 mittlerweile rechtlich verbindlich ist. Die Norm enthält bereits viele Details, Beschreibungen und Hinweise zur Instandhaltung von Feuerlöschern, es sollten aber auch immer die individuell für das einzelne Gerät beiliegenden Instandhaltungsanweisungen beachtet werden.

 
Grundlegende Regelungen sowie Vorschriften zur Zulassung von Feuerlöschgeräten sind in der DIN EN 3 enthalten.

 

Prüffristen bei Feuerlöschern

 
Es gibt keine direkte gesetzliche Vorschrift, die Prüfabstände bei Feuerlöschern vorschreibt. In den entsprechenden Normen DIN 14406-4 und DIN EN 3 wird eine Prüffrist von höchstens zwei Jahren festgelegt. Wie bereits erwähnt, sind die Vorgaben in den Normen verbindlich. Somit muss die brandschutztechnische und sicherheitstechnische Funktionsfähigkeit von Feuerlöschern mindestens alle zwei Jahre überprüft werden. Es ist davon auszugehen, dass ein Feuerlöscher nicht mehr 100%ig einsatzfähig ist, wenn die Frist überschritten wurde. Auch der Versicherungsschutz kann dann unter Umständen entfallen. Es ist außerdem möglich, dass sich Prüfabstände aufgrund von besonderen Umgebungsbedingungen oder Sonderregelungen verkürzen.

 
Da Dauerdrucklöscher ständig unter Druck stehen, unterliegen sie der Druckbehälterverordnung. Nach § 32  DruckbehälterV müssen diese Löschgeräte zusätzlich noch alle 10 Jahre überprüft werden. Außerdem ist nach §15(5)2 BetrSichV für Druckgeräte eine innere Prüfung alle 5 Jahre und eine äußere Festigkeitsprüfung nach 10 Jahren vorgeschrieben.

 
WICHTIG: Ein Feuerlöscher der eingesetzt oder ausgelöst wurde, sollte es auch nur für ein paar Sekunden gewesen sein, ist anschließend sofort zu warten und wieder Instand zu setzen. Ein Zeichen dafür, dass das Gerät benutzt wurde ist beispielsweise, wenn der Sicherungsstift, die Plombe oder das Manometer (Druckmessgerät) fehlen.

 

Sachkundiger Prüfer

 
Die gesamte Instandhaltung, das  heißt die Wartung/Prüfung, die Inspektion sowie Verbesserungen und Instandsetzung des Löschgerätes, übernimmt eine damit beauftragte sachkundige Person. Sachkundige sind in den meisten Fällen Mitarbeiter von Herstellerfirmen oder selbstständige Prüfdienste. Werden dieser Person Feuerlöscher zur Überprüfung anvertraut, übernimmt sie Gewähr für das Gerät in brandschutz- und sicherheitstechnischer Hinsicht.

 
Der Sachkundige muss zur Instandhaltung von Feuerlöschgeräten schriftlich berechtigt sein. In der DIN 14406-4 werden die grundsätzlichen Anforderungen an Prüfer von Feuerlöschern genannt. Darunter zählen eine mindestens drei monatige Ausbildung sowie ein erfolgreich abgeschlossener Lehrgang. Kann ein Mitarbeiter diese Kenntnisse vorweisen, bekommt er von seinem Arbeitnehmer die „Sachkundigen-Legitimation“. In der Praxis hat sich allerdings herausgestellt, dass Prüfer von Feuerlöschgeräten auch den Voraussetzungen nach der Betriebssicherheitsverordnung entsprechen müssen. In den Technischen Regeln für Betriebssicherheit TRBS 1203 werden alle Anforderungen noch einmal konkretisiert. Der Sachkundige muss aufgrund seiner Fachkenntnisse aus einer Berufsausbildung, beruflichen Erfahrungen und zeitnaher Tätigkeit im Bereich „Prüfung von Feuerlöschern“, in der Lage sein den sicherheits- und brandschutztechnischen Zustand von Feuerlöschgeräten beurteilen zu können. Für Sachkundige, die sich mit Instandhaltungsarbeiten befassen, gibt es aus dieser Pflicht heraus spezielle Aufbaukurse, angeboten unter anderem durch die Gütegemeinschaft GRIF e.V. Auf diese Weise können Sachkundige die unverzichtbare Befähigung erlangen, Feuerlöscher ordnungsgemäß zu überprüfen.

Prüfung von Feuerlöschern


Was können Sie selbst tun?

 
Wie oben beschrieben, ist die regelmäßige Überprüfung von Feuerlöschern aller zwei Jahre Pflicht. Auch wenn Feuerlöscher nur von befähigten Personen geprüft werden dürfen, gibt es ein paar Dinge, die auch Sie als Mitarbeiter oder Arbeitgeber tun können, um die Sicherheit und den Brandschutz im Unternehmen zu erhöhen. Unterziehen Sie den Feuerlöscher regelmäßig einer äußeren Sichtkontrolle. Achten Sie dabei auf Rostflecken, austretende Flüssigkeiten beim Ventil oder andere Unregelmäßigkeiten. Sollte Ihnen etwas Ungewöhnliches auffallen, wenden Sie sich an den zuständigen Fachmann. Behalten Sie auch die Prüfplakette und den nächsten Prüftermin im Auge. Natürlich kann es nicht schaden, wenn Sie den Feuerlöscher sauber halten. Verzichten Sie jedoch darauf, das Gerät zu ölen oder zu fetten.

 
Was muss der Fachmann tun?

 
Neben den Vorgaben in Normen und Gesetzen sind bei der Prüfung von Feuerlöschern auch Instandhaltungshinweise zu beachten. Diese können sich von Feuerlöscher-Typ zu Feuerlöscher-Typ unterscheiden. Sie enthalten genaue Anweisungen beispielsweise in Form von Schnittbildzeichnungen, Ersatzteillisten und Löschmittelangaben. Die Überprüfung von Feuerlöschern dient in erster Linie der fehlerfreien Funktion sowie der Sicherheit des Benutzers.

 
In der DIN 14406 sind eine „brandschutztechnische Wartung“ und eine „sicherheitstechnische Wartung“ vorgeschrieben. Diese enthalten unterschiedliche Prüfschritte und Vorgehensweisen, welche im Folgenden erläutert werden:

 

Brandschutztechnische Wartung:

  • Sichtprüfung des Behälters und der Auslöseeinheit
  • Prüfen des Standortes bzw. der Wandhalterung
  • Prüfen der Beschriftungen und des Schutzanstriches
  • Erneuern der Schlauchdichtung oder der Berstscheibe
  • Prüfen des Druckschlauchs und der Löschpistole
  • Beim Dauerdruckfeuerlöscher: Prüfen des Treibgases (Druck 15 bar)
  • Beim Kohlendioxidfeuerlöscher: Prüfen der Löschmittelfüllung (durch wiegen) sowie des Schneerohrs

Sicherheitstechnische Wartung:

  • Behälter öffnen (beim Dauerdruckfeuerlöscher Behälter drucklos machen)
  • Löschmittel komplett entnehmen
  • Behälterinnenseite auf Rost oder Beschädigungen prüfen
  • Prüfen des Steigrohrs
  • Beim Patronenfeuerlöscher Treibmittelpatrone überprüfen (durch wiegen)
  • Löschmittel filtern und wieder in den Behälter einbringen
  • Beim Patronenfeuerlöscher Treibmittelpatrone in den Behälter bringen
  • Deckeldichtung oder O-Ring erneuern
  • Beim Dauerdruckfeuerlöscher Armatur von Pulverresten befreien und Behälter mit Druck (Stickstoff) wieder beaufschlagen und auf Dichtheit überprüfen
  • Behälter schließen

Neben diesen sicherheitstechnischen und brandschutztechnischen Prüfschritten gibt es noch einige weitere allgemeine Prüfungsinhalte. Folgendes muss außerdem kontrolliert werden:

  • Sauberkeit und allgemeiner Zustand des Feuerlöschers
  • Vollständigkeit, Lesbarkeit und Richtigkeit aller Beschriftungen
  • Zustand von Armaturen, Schläuchen und Sicherungen
  • Einhaltung von Prüffristen nach der Betriebssicherheitsverordnung und der Druckbehälterverordnung
  • Bei Dauerdrucklöscher und Gaslöscher: Behälter und unter Druck stehende Ausrüstungsteile
  • äußere und innere Schutzanstriche/Beschichtungen z.B. auf Korrosionserscheinungen
  • Kunststoff-Formteile auf Beschädigungen, Brüche, Verformungen, Risse, Verfärbungen
  • Auslöse- und Unterbrechungseinrichtungen, wie Plomben und Ventile
  • Gewicht, Masse oder Volumen des Löschmittels
  • Gewindeanschlüsse hinsichtlich mechanischer Beschädigungen und Gängigkeit
  • Zustand des Löschmittels hinsichtlich weiterer Verwendbarkeit oder Wiederverwendbarkeit
  • Beschaffenheit des Innenraums des Löschmittelbehälters
  • Bei Dauerdrucklöschern: Löschmittel Pulver durch öffnen des Löschmittelbehälters beurteilen (ist auch ohne Öffnung des Behälters machbar, Löschmittelbehälter muss aber mindestens alle 4 Jahre geöffnet und überprüft werden)
  • Sicherheitseinrichtungen und Überdruckeinrichtungen hinsichtlich Beschädigungen und Korrosionserscheinungen
  • Dichtstellen und Dichtungen
  • Kanäle, Leitungen und Schläuche durch die Löschmittel und/oder Treibmittel fließen, hinsichtlich Beschädigungen, Korrosionserscheinungen und freien Durchgang
  • Bei Aufladelöschern: Druck oder Gewicht des Treibgases
  • Bei Dauerdrucklöschern: Dichtigkeit
  • In Innenraum Angaben hinterlassen, von wem Behälter geöffnet wurde
  • Nach Instandhaltung oder Befüllung: Beschriftung anbringen
  • Sofern zugänglich: Feuerlöscher-Halterung auf Beschädigungen und Befestigung
  • Wenn erforderlich: Funktionsbereitschaft durch Instandsetzungsmaßnahmen des Feuerlöschers wiederherstellen

Nach all diesen Prüfschritten und Maßnahmen folgt, wenn nötig, die Instandsetzung des geprüften Feuerlöschers. Konnten Mängel wie Abnutzungserscheinungen, Undichtigkeit oder fehlende Bauteile festgestellt werden, sind diese zu beseitigen und defekte Teile auszutauschen. Bevor hier der Prüfer tätig wird, sollte er sich allerdings erst vom Auftraggeber das Einverständnis holen.

 

Kennzeichnung des Feuerlöschers

 
Grundsätzlich befinden sich auf einem Feuerlöschgerät 5 Schriftfelder. Nach DIN EN 3 sind das:

  • Schriftfeld 1 beinhaltet: Bezeichnung „Feuerlöscher“, Füllmenge, Art des Löschmittels und dessen Löschvermögen
  • Schriftfeld 2 beinhaltet: Bedienungsanleitung in Schrift und Bild (Piktogramme), für Feuerlöscher geeignete Brandklassen
  • Schriftfeld 3 beinhaltet: Warnhinweis für Gebrauch bei elektrischen Anlagen
  • Schriftfeld 4 beinhaltet: Beschreibung Treibmittel, Löschmittel, Funktionsbereich, Nummer der Anerkennung, Bezeichnung Feuerlöscher-Typ
  • Schriftfeld 5 beinhaltet: Angaben zum Hersteller

Nach abgeschlossener Prüfung ist zusätzlich ein Instandhaltungsnachweis anzubringen. Der Nachweis wird unter oder neben die Herstellerbeschriftungen geklebt und ist genau definiert. Notwendige Angaben sind:

  • Datum der Instandhaltung
  • Angaben zur Innenkontrolle des Feuerlöschers
  • Angaben zur wiederkehrenden Prüfung nach Betriebssicherheitsverordnung
  • Name und Anschrift des Sachkundigen oder der Institution von der die befähigte Person stammt
  • Kennnummer des Sachkundigen

Besonders wichtig ist zum Schluss noch die Anbringung der Prüfplakette. Die Plakette bestätigt die erfolgreich durchgeführte Überprüfung des entsprechenden Löschgerätes. Sie gibt außerdem auch den Termin der letzten Wartung oder, in den meisten Fällen, den nächsten Prüftermin mit Monat und Jahr an. Die Prüfplakette „Feuerlöscher geprüft – Nächster Prüftermin“ wird oftmals direkt auf den Instandhaltungsnachweis geklebt. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung einer Standard Grundplakette, auf die dann das Prüfetikett geklebt wird.

 
Abschließend ist noch erwähnenswert, dass ein Feuerlöscher erst dann als sicherheitstechnisch, brandschutztechnisch und funktionstechnisch einwandfrei gilt, wenn alle Maßnahmen und Prüfungen des Instandhaltungsvorganges sorgfältig durchgeführt wurden. 

 

Prüfplakette – Feuerlöscher geprüft – Nächster Prüftermin

10 thoughts on “Prüfung von Feuerlöschern nach DIN 14406-4


  1. Ich arbeote fur eine hollandische firma. Bij ausgebildet als kontroleur feuerloschmittel.

    Darf ich auch in deutschland feuerloscher prufen??

    Int acceptiert das auch die versicherung


    1. Hallo Herr Wijs,
      bitte informieren Sie sich hierzu beim TÜV, ob Sie zu Prüfungen in Deutschland berechtigt sind.

      Mit freundlichen Grüßen


  2. Hallo und guten Tag,
    wir haben eine Druckkammer bis 5 bar für Taucherunfälle, die mit Dauerdruck Schaumfeuerlöschern ausgerüstet ist. Meine Frage hierzu:
    Fällt die Prüfung dieser Löscher (gefüllt mit ca. 160bar) auch unter die DIN 14406-4 , oder ist hierzu eine spezielle Schulung notwendig? Ich habe diesbezüglich leider keine speziellen Informationen. Die Wartung ist m.E. gleich der anderer Drucklöscher, nur mit höherem Druck. Wir haben ausgebildetes Personal gem. DIN 14406-4 in der Firma (Betriebsfeuerwehr)
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    K.B.


    1. Hallo Herr Bierbass,
      die DIN 14406-4 beschreibt die einzelnen Wartungsschritte bei Auflade- sowie Dauerdrucklöschern.
      Für jeden Löscher gibt es zudem eine gültige Instandhaltungsanweisung, die beachtet werden muss.
      Darin wird detailliert beschrieben, wie der jeweilige Feuerlöscher instand zu halten ist und ob ggf. auch Sonderregelungen bestehen.
      Die Instandhaltungsanweisung ist Teil der Zulassung jeden Feuerlöschers.
      Im Zweifel kann Ihnen auch der Hersteller des Feuerlöschers direkt weiterhelfen.

      Mit freundlichen Grüßen


  3. gibt es Vorschriften über das vorhalten von Handfeuerlöschern in Mehrfamilienhäusern ?


    1. Hallo Herr Ahrend,
      in Privathaushalten gibt es keine generelle Pflicht, einen Feuerlöscher zu besitzen, es ist aber sehr ratsam.
      Manche Gemeinden können auch eigene Regelungen haben, z.B. bei der Nutzung von Ölheizungen. Fragen Sie dazu am besten bei Ihrer Gemeinde nach.
      Mit freundlichen Grüßen


  4. Angeblich sind Aufladepulverlöscher nach 25 Jahren nicht mehr einsetzbar. Dürfen nicht mehr geprüft werden.
    Gibt es auf den Feuerlöschern einen Hinweis oder Kennzeichnung die das Herstellerjahr erkennen läst ?


    1. Lieber Herr Frodl,

      die gesetzliche Produkthaftung des Herstellers läuft bei den meisten Feuerlöschern nach 25 Jahren ab. Deswegen empfehlen die Hersteller nach dieser Zeit die Feuerlöscher auszusondern. Auf dem Feuerlöscher ist entweder ein Herstellerjahr durch einen prüfplakettenähnlichen Kreis dargestellt oder der Hersteller kann die Aussage bzgl. der Lebensdauer auf die Instandhaltungsanweisung drucken.
      Mit freundlichen Grüßen


  5. sehr geehrte Damen und Herren, muss ein neu angeschaffter Feuerlöscher Prüfplaketten tragen (öffentliches Gebäude Schule)
    z.B. Nächster Prüftermin oder ist dies nicht notwendig?
    Wenn ja dann wäre es schön wenn ich die Gesetzlichen Vorschrift DIN oder ???kostenlos erhalten könnte bzw. wo ich es nachlesen kann.
    sollte es Unterschiede in den Bundesländern geben unsere Einrichtung befindet sich in Thüringen
    Vielen Dank Udo Goedecke


    1. Lieber Herr Goedecke,
      die Grundnorm für die Prüfungen von Feuerlöschern ist die DIN 14406, es müssen aber auch die Vorschriften nach BetrSichV erfüllt werden. Im Teil 4 der Norm DIN 14406 ist festgelegt, wie der Instandhaltungsnachweis für die Feuerlöscher-Prüfungen auszusehen hat. Den Instandhaltungsnachweis können Sie bei uns erwerben: https://www.brewes.de/pruefkennzeichen/instandhaltungs-und-pruefnachweise/instandhaltungsnachweis-fuer-feuerloescher-individuell.html#2011FL

      Die Normen sind ebenfalls nur gegen Entgelt erhältlich, Sie können sich aber beim Hersteller oder an einer Feuerwehrstelle über die erforderlichen Wartungen der Feuerlöscher erkundigen.

      Mit freundlichen Grüßen

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