10.06.2016

Prüfung von austauschbaren Kippbehältern und Absetzbehältern

Was ist die DGUV Regel 114-010 (bisher BGR 186) für austauschbare Kippbehälter und Absetzbehälter?
Als Unternehmen muss man sich vielen gesetzlichen Bestimmungen und Prüfungen unterziehen. Doch es gibt für fast jeden Bereich und die dazugehörige Technik seine eigenen Vorschriften und Regeln.
Viele BG-Vorschriften und Regeln wurden mit der Neuregelung der DGUV im Jahr 2014 neu erlassen oder zusammengelegt, um eine Vereinheitlichung des komplexen Regelwerkes zu erlangen. Aus der BGR 186 ist somit die DGUV Regel 114-010 geworden. Nach wie vor handelt es sich um eine Regel für austauschbare Kippbehälter und Absetzbehälter.
Ziel dieser Regel ist: Sicherheitsmaßstäbe für den Bau, die Ausrüstung, den Betrieb und die Prüfung von austauschbare Kippbehältern und Absetzbehältern nach dem heutigen Stand der Technik zu schaffen.
Zu den austauschbaren Kippbehältern und Absetzbehältern, die geprüft werden müssen, zählen nicht nur die Behälter an sich, sondern auch die zum Trägerfahrzeug gehörenden Tragmittel, die zum Auf- und Abnehmen sowie zum Befestigen der austauschbaren Kipp- und Absetzbehälter erforderlich sind. Austauschbare Kipp- und Absetzbehälter müssen nach diesen DGUV Regeln und nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechend beschaffen sein, betrieben und geprüft werden. Abweichungen sind zulässig, wenn die gleiche Sicherheit auf andere Weise gewährleistet ist.
Zudem müssen auf austauschbaren Kipp- und Absetzbehältern dauerhaft und deutlich erkennbar sein:

  • der Hersteller oder Lieferer,
  • das Baujahr,
  • die Typenbezeichnung,
  • die Fabriknummer,
  • das Fassungsvermögen in m³
  • das Leergewicht in kg,
  • die Tragfähigkeit (zulässiges Füllgewicht) in kg.

Zusätzlich gilt, dass Werkstoffe für austauschbare Kipp- und Absetzbehälter so ausgewählt und verarbeitet sein müssen, dass sie bei bestimmungsgemäßer Verwendung allen auftretenden Belastungen standhalten. Sie sind zudem sicher auf dem Trägerfahrzeug zu halten und nicht über die zulässige Tragfähigkeit hinaus zu beladen. Klar sollte auch sein, dass austauschbare Kipp- und Absetzbehälter mit Beschädigungen, die die Betriebssicherheit beeinträchtigen, nicht verwendet werden dürfen.
Solche Beschädigungen können sein:

  • Risse in Konstruktionsteilen und Schweißnähten
  • beschädigte Kipplager oder
  • verbogene Anschlagzapfen

Doch was wird wann und wie geprüft?
Austauschbare Kipp- und Absetzbehälter sind durch einen Sachverständigen vor der ersten Inbetriebnahme und nach Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich, auf ihren betriebssicheren Zustand zu prüfen. Diese Prüfung muss in einem Prüfbuch oder einer Prüfkartei protokolliert und bis zur nächsten Prüfung aufbewahrt werden.
Um eine Prüfung auch vor Ort bis zum nächsten Prüftermin sichtbar kennzeichnen zu können, verwendet man Prüfplaketten „Geprüft nach DGUV Regel 114-010 Nächste Prüfung“. Angeboten werden diese in einer Sicherheitsfolie (Dokumentenfolie), die unzulässige Manipulationen mit der Prüfkennzeichnung verhindert. Diese Folie ist für schwierige Klebeuntergründe geeignet, ist kratzfest, wetterfest und gegen Öl und viele Chemikalien beständig.

 

Prüfplakette nach DGUV Regel 114-010

Prüfplakette nach DGUV Regel 114-010

Prüfplaketten 2016-2022 nach DGUV Regel 114-010Prüfplakette nach DGUV Regel 114-010

Prüfplaketten 2016-2022 Behälter geprüft Prüfplakette Behälter geprüft

Bildnachweis: flickr.com/skohlmann | CC BY-SA 2.0

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