05.12.2017

Weshalb Prüfplaketten und Prüfprotokolle wichtig sind

Brewes Prüfplakette auf geprüftem elektrischen Gerät

Die gesetzlichen Regelungen: BetrSichV und DGUV Vorschrift 3

Nach BetrSichV und DGUV Vorschrift 3 sind regelmäßige Prüfungen bei elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln vorgeschrieben. Relevant sind regelmäßige Prüfungen aber auch in anderen Bereichen, z.B. sind sie in den Landesbauordnungen oder dem Energiewirtschaftsgesetz als Pflicht verankert.

 

Laut § 5 DGUV Vorschrift 3 ist der Unternehmer dafür verantwortlich, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden und zwar

  • vor der ersten Inbetriebnahme
  • nach einer Änderung oder Instandsetzung vor der Wiederinbetriebnahme
  • in bestimmten Zeitabständen und
  • durch eine Elektrofachkraft oder unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft.

Müssen die Prüfungen irgendwie protokolliert werden?

Gesetzgeber und Berufsgenossenschaften halten sich bei den konkreten Vorgaben zur Dokumentation der Prüfungen zurück. Lediglich in § 5 (3) der genannten DGUV Vorschrift 3 wird vage angedeutet: „Auf Verlangen der Berufsgenossenschaft ist ein Prüfbuch mit bestimmten Eintragungen zu führen.“ Oder es wird formuliert, dass die Prüfung „in geeigneter Weise“ zu dokumentieren ist. Jedoch sind Aussehen und Inhalt des Prüfbuchs bzw. der Dokumentation nirgends beschrieben. In der DGUV Vorschrift 3 findet das Thema „Prüfprotokoll“ keine Erwähnung.

Möglich ist, dass sich Elektroprüfer und Betreiber der elektrischen Betriebsmittel auf das Anbringen einer Prüfplakette vor Ort an der geprüften Betriebsmaschine einigen, die die Konformität mit der jeweiligen Prüfvorschrift / Norm bestätigt. Mit der Bezugnahme auf die Norm wird gesagt, dass bei allen Prüfungen das Einhalten der dort genannten Vorgaben/Grenzwerte mit den vorgegebenen Prüfverfahren nachgewiesen wurde, die Schutzmaßnahmen wirksam sind und diese insgesamt ein ausreichendes Sicherheitsniveau aufweisen.

Kritisch würde es jedoch, wenn ein Unfall im Zusammenhang mit der jeweiligen elektrischen Anlage passiert, z.B. der Ausbruch eines Brandes oder die Verletzung eines Mitarbeiters.

Kann die Prüfung der Anlage nicht belegt oder nachvollzogen werden, besteht das Risiko, dass

  • die Berufsgenossenschaft ihre Haftung ausschließt,
  • ein Brandversicherer nicht zahlt und
  • Schadensersatzforderungen auf das Unternehmen zukommen.

Liegt dann den Inspekteuren nur eine Prüfplakette oder lediglich eine Selbstauskunft über eine durchgeführte Prüfung vor, ist dies mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ausreichend – vor allem wenn bewiesen werden muss, dass eine Prüfung oder Messung vollständig und ordnungsgemäß durchgeführt und bewertet wurde.

 

Daher: es lohnt sich, ein sorgfältig ausgefülltes Prüfprotokoll zu erstellen.

Auch wenn es in den meisten Fällen nicht explizit vorgeschrieben ist, wird empfohlen, Messwerte aufzuzeichnen und in Form eines Protokolls schriftlich festzuhalten.

Entscheidend ist: Bei Bedarf sollte jederzeit nachweisbar sein, wann welches Betriebsmittel, von wem, auf welche Weise geprüft wurde. Dann steht der Betreiber im Falle eines Streitfalls auf der sicheren Seite und hält alle erforderlichen Beweise in seiner Hand. Zudem spart es viel Zeit und Nerven.

Darüber hinaus sind die Protokolle auch unter Marketinggesichtspunkten sinnvoll. Sie spiegeln die Kompetenz und Seriosität des Elektrofachbetriebs wider und tragen somit zu einer vertrauensvollen Geschäftsbeziehung bei. Zudem vermitteln sie dem Kunden durch ihre Gestaltung die Bedeutung der Elektrosicherheit und die Notwendigkeit von Prüfungen.

 

FAZIT:

Am besten ist die Kombination aus Prüfplakette und Prüfprotokoll – die Prüfplakette zur Kennzeichnung vor Ort am geprüften Betriebsmittel und das Protokoll zur Aufbewahrung im Falle eines Versicherungsschadens (sowohl für die durchführende Elektrofachkraft als auch für den Betreiber).

 

Zum Nachweis der erfolgten Prüfungen erhalten Sie bei uns folgende Prüfplaketten & Prüfprotokolle:

 

Prüfplaketten für elektrische Prüfungen

 

 

Prüfprotokoll für die Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte (3-teilig, selbstdurchschreibend)

 

 

Weitere Formulare und Protokolle

 

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