25.01.2012

Prüfplaketten in Eigenproduktion

Wie viele Prüfplaketten brauche ich? Täglich müssen sich Elektromeister und Sicherheitsdienstleister mit dieser Frage auseinandersetzen. Niemand möchte sich unnötig viele Plaketten bevorraten und am Jahresende wegwerfen. Zugleich ist der Schaden groß, wenn während einer laufenden Prüfung die Plaketten ausgehen. Natürlich spielt bei der Entscheidungsfindung auch Kostenoptimierung eine wichtige Rolle, kostet ein Heft Prüfplaketten schon bei mittleren Abnahmemengen oft nur noch einen Bruchteil des Einzelpreises.
 
Bei vielen Installateuren und Dienstleistern erweist sich eine exakte, langfristige Bedarfsermittlung jedoch als schwierig: zu diversifiziert ist die Kundenstruktur und selbst größere Projekte müssen in relativ kurzen Zeitfenstern vorbereitet und abgewickelt werden.

Dabei ist Flexibilität nicht teuer. Zumindest dann nicht, wenn Sie Ihre Prüfplaketten einfach selbst drucken. Insbesondere wenn in regelmäßigen Abständen individuelle Plaketten in kleinen bis mittleren Stückzahlen benötigt werden, ist ein Etikettendrucker nicht nur die flexibelste, sondern meist auch die günstigste Möglichkeit zu kennzeichnen.

Bei der Qualität müssen Sie keine Kompromisse eingehen. Moderne Industriedrucker drucken auf Thermotransfer-Basis. Bei dieser Methode wird die Farbe durch Erhitzen und unter hohem Druck auf das Etikett übertragen. Das Ergebnis ist eine konturenscharfe, hochauflösende und extrem robuste Druckqualität, die den Vergleich mit hochwertigen Siebdruck-Etiketten nicht scheuen muss.  

Die Qual der Wahl

Ja nach gewünschter Prüfplakette bieten sich eine Vielzahl von Drucksystemen an. Die größte Drucker-Auswahl besteht bei rechteckigen oder quadratischen Plaketten mit einfarbigem Aufdruck. Für diese Anwendung kann nahezu jeder Thermotransferdrucker der bewährten Hersteller wie Brady, Zebra oder CAB verwendet werden. Beim Kauf sollten Sie allerdings drei einfache Kriterien beachten.

1)    Druckbreite: insbesondere mobile Handdrucker haben oft geringe Druckbreiten. Achten Sie darauf dass Ihr gewünschtes Format gedruckt werden kann

2)    Auflösung: bereits mit einer Auflösung von 300dpi erreichen Sie sehr gute Ergebnisse. 600dpi eignen sich auch für sehr kleine Prüfplaketten mit feinsten Konturen. Von Auflösungen unter 300dpi wird abgeraten

3)    Schnittstellen: Prüfplaketten beinhalten in der Regel grafische Elemente (Jahresring, Firmenlogo usw.). Die Gestaltung der Prüfplaketten erfolgt deshalb über eine intuitive, flexible Etiketten-Software am PC. Achten Sie darauf dass der Drucker über entsprechende Schnittstellen (USB, LAN, WLAN usw.) mit einem PC verbunden werden kann.

Ein überzeugendes Preis-/Leistungsniveau bietet zum Beispiel der Kompaktdrucker „BBP 11“ von Brady. Er kann herstellerunabhängig alle Standardmaterialien auf 1“ Kernen bedrucken, sowie mit dem „Medienhalter“ Zubehör auch alle Materialien auf großen 3“ Kernen. Passende runde, rechteckige oder quadratische Prüfplaketten-Rohlinge sind im brewes-Shop u.a. im Bereich Vinyl-Etiketten erhältlich. Der Drucker hat eine Auflösung von 300dpi, verfügt über USB- und Netzwerkanschluss und wird mit der Software „Codesoft Basic“ ausgeliefert, einer zeitlich unbegrenzt  nutzbaren Basis-Version der erfolgreichen Etikettensoftware Codesoft. Es kann natürlich auch jede andere Etikettensoftware  eingesetzt werden, beispielsweise LabelMark, BarTender   oder Nicelabel.

Für rund 630,00€ inkl. externem Medienhalter können Sie also bereits loslegen.

Etikettendrucker Brady BBP 11

Ebenfalls geeignet für den Prüfplaketten-Druck sind Thermotransfer Schilderdrucker wie beispielsweise der „Globalmark 2“. Diese Geräte bedrucken durchgehende Foliebänder (sogenannte Endlosbänder) statt vorgestanzter Rollen. Der Vorteil: dank Schneidefunktion können beliebige Prüfplaketten-Formen einfach ausgeschnitten werden, egal ob rund, quadratisch oder achteckig. Im Gegensatz zu herkömmlichen Thermodruckern sind sie damit unabhängig von vorgegebenen Formen und Formaten. Sollten Sie sich für einen Schilderdrucker entscheiden, empfehlen wir deshalb unbedingt auf eine integrierte Schneidefunktion (auch Plotter genannt) zu achten. Ein weiterer Vorteil bei einigen Schilderdruckern ist die Möglichkeit mehrfarbige Plaketten zu erstellen. So sind zum Beispiel für den genannten „Globalmark 2“ auch 4-farbige CMYK-Farbkassetten verfügbar. Ein Nachteil von Schilderdruckern liegt allerdings in der Druckgeschwindigkeit: das Drucken und Ausschneiden der Plaketten dauert deutlich länger als bei herkömmlichen Thermotransfer-Druckern.  

Schilderdrucker Brady GlobalMark 2

 

Den meisten Anwendern reicht für Prüfplaketten ein preisgünstiger Mid-Range Etikettendrucker wie der Brady „BBP11“ allerdings aus. Es können damit problemlos reguläre Prüfplaketten erstellt werden, zum Beispiel gelbe Jahresplaketten mit schwarzem Text. Ein Schilderdrucker ist die bessere Wahl wenn zum Beispiel mehrfarbige Firmenlogos eingedruckt werden sollen oder Sie individuelle Formen und Maße benötigen.

 

Thermo - Alleskönner

Vielleicht machen Sie die Entscheidung aber auch von den zahlreichen weiteren Anwendungsmöglichkeiten der Drucker abhängig. Für Etikettendrucker sind neben Vinyl- und Polyesteretiketten zum Beispiel auch Schrumpfschläuche, selbstlaminierende Kabelmarkierer, Anhänger, Kunststoffschilder, Typenschilder und viele Spezialmaterialien verfügbar. Etikettendrucker können neben Prüfplaketten also in nahezu allen Kennzeichnungsbereichen wie Lager, Labor, Produktion,  IT oder Verwaltung eingesetzt werden. Schilderdrucker eignen sich dagegen besonders gut für alle sicherheitsrelevanten Kennzeichnungen.